Montag, 10. Oktober 2011
Es summt und brummt...
Seit dem Frühjahr stehen auf meiner Wiese ein paar Bienenkästen von einem befreundeten Imker aus Egestorf. Zur Zeit sind es noch Jungvölker, die sich bis zum Ende des Jahres noch weiter entwickeln.
In diesem Jahr haben die kleinen Völker meine Streuobstwiese schon entdeckt und fleißig wie die Bienen so sind, viele Obstbaumblüten an den Apfel-, Mirabellen-, Birnen- oder Kirschbäumen bestäubt.
Das macht sich jetzt im Herbst schon sehr bei der Ernte bemerkbar, aber auch die Mirabellen hingen so voll Früchte, das die Äste sie kaum noch tragen konnten. Schon eine tolle Sache, vor allem wenn man sich auch mal die Zeit nimmt, diese Vörgänge zu beobachten.
Letzten Winter konnte ich mal in einen Bienenkasten schauen. Die Tiere hängen dicht zusammen gedrängt zu einer "Wintertraube" und wärmen sich durch ihre ständigen Bewegungen gegenseitig, wobei sie sich auch von ihren Honigvorräten ernähren und zusätzlich mit einer Zuckerlösung vom Imker versorgt werden. Bis dahin dachte ich immer, Bienen würden in einer Art Starre den Winter verbringen, wie z.B. Wespenköniginnen. An diesem Tag flogen sogar auch aus einigen Kästen immer mal eine Biene als Kundschafter aus, um eventuelle Nahrung außerhalb des Stockes zu finden oder vielleicht auch um die Wettersituation zu checken. Da aber noch Schnee lag und die Temperatur um die Null Grad lag, war das mehr ein Flug ohne Rückticket. Die Kundschafter schafften es meist nicht zurück.
Sehr interessant das Ganze. Und lecker, denn abends gab es einen großen Becher Tee mit viel gutem Bienenhonig aus Egestorf.
Montag, 21. Februar 2011
Betriebsausflug...
Vor einigen Tagen habe ich es endlich einmal geschafft, mir die neuen Anlagen im Zoo Hannover anzuschauen. Ein guter Freund von mir hat dort mit seiner Firma einige der Außenanlagen und Gehege erstellt.
Mein letzter Zoobesuch liegt schon mehr als zehn Jahre zurück und ich hatte noch so die ein oder andere Erinnerung von damals im Kopf, Bärenfelsen, Käfige mit Gittern ua. Doch da zeigt sich nun ein ganz anderes Bild, klar gibt es noch Bereiche, die es zu verbessern gilt, doch die neuen Anlagen sind wirklich top. Gerade im neuen Yukon-Bay Gelände wurde viel mit Barrieren gearbeitet, die als solche nicht zwingend wargenommen werden. Zum Beispiel bei den Wölfen mit unterschiedlichen Höhen des Geländes, sehr gut ausgeformten Felsenformen oder durch geziehlte Pflanzungen im Gehege. So lässt sich ein Gehege auch für die Tiere ansprechender gestalten, da mehr Struktur vorhanden ist und somit mehr Aktivität für die Tiere bietet. Auch die Hafenanlage, in denen die Robben und Eisbären untergebracht sind, stellt sich als sehr beindruckend heraus. Selbst eine künstliche Brandung wurde installiert, die die Tiere sichtlich genossen haben. Gerade die Robben waren sehr davon angetan. Alles in allem wirkten die Anlagen sehr natürlich. Gerade bei den Bären ist auch genug Raum im Hintergrund vorhanden, der mit Sträuchern und auch Wiese bewachsen ist. Mit dem Bärenfelsen von früher kein vergleich mehr. Ich finde hier sieht man schon eine echte Steigerung in der Planung und Ausführung einer solchen Anlage. Nicht zu letzt wird diese Entwicklungauch über die Landschaftsbaufirmen mit getragen, die solche Arbeiten ausführen. Natürlich bin ich was die Ansprüche der Tiere angeht kein Fachman, und es lässt sich auch darüber streiten ob die Tiere nun gern dort leben. Tatsache ist jedoch, das sich von damals auf heute sehr viel zum Besseren geändert hat und die Außenanlagen sind für mich als gestaltender Landschaftsgärtner ein echte Hingucker.



www.michael-klinger-at-work.de
Michael Klinger
Mein letzter Zoobesuch liegt schon mehr als zehn Jahre zurück und ich hatte noch so die ein oder andere Erinnerung von damals im Kopf, Bärenfelsen, Käfige mit Gittern ua. Doch da zeigt sich nun ein ganz anderes Bild, klar gibt es noch Bereiche, die es zu verbessern gilt, doch die neuen Anlagen sind wirklich top. Gerade im neuen Yukon-Bay Gelände wurde viel mit Barrieren gearbeitet, die als solche nicht zwingend wargenommen werden. Zum Beispiel bei den Wölfen mit unterschiedlichen Höhen des Geländes, sehr gut ausgeformten Felsenformen oder durch geziehlte Pflanzungen im Gehege. So lässt sich ein Gehege auch für die Tiere ansprechender gestalten, da mehr Struktur vorhanden ist und somit mehr Aktivität für die Tiere bietet. Auch die Hafenanlage, in denen die Robben und Eisbären untergebracht sind, stellt sich als sehr beindruckend heraus. Selbst eine künstliche Brandung wurde installiert, die die Tiere sichtlich genossen haben. Gerade die Robben waren sehr davon angetan. Alles in allem wirkten die Anlagen sehr natürlich. Gerade bei den Bären ist auch genug Raum im Hintergrund vorhanden, der mit Sträuchern und auch Wiese bewachsen ist. Mit dem Bärenfelsen von früher kein vergleich mehr. Ich finde hier sieht man schon eine echte Steigerung in der Planung und Ausführung einer solchen Anlage. Nicht zu letzt wird diese Entwicklungauch über die Landschaftsbaufirmen mit getragen, die solche Arbeiten ausführen. Natürlich bin ich was die Ansprüche der Tiere angeht kein Fachman, und es lässt sich auch darüber streiten ob die Tiere nun gern dort leben. Tatsache ist jedoch, das sich von damals auf heute sehr viel zum Besseren geändert hat und die Außenanlagen sind für mich als gestaltender Landschaftsgärtner ein echte Hingucker.
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Michael Klinger
Der neue LKW ist da!
Jawoll, da habe ich mal zum neuen Jahr aufgerüstet und mir einen neuen LKW gegönnt. Ein Mordsgerät, Klima (wenn die Scheibe unten ist), Servo (bei starkem Regen), extrem wenig Kilometer (da Zähler wieder auf Null), Oldstyle-Lackierung durch Rost-imitat-Lack. Hab ich gestern abgeholt, aus Kanada, nähe Yukonbay.
Mal ehrlich, da musste ich zu greifen.
Auf in die neue Saison!

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Michael Klinger
Mal ehrlich, da musste ich zu greifen.
Auf in die neue Saison!
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Michael Klinger
Samstag, 12. Februar 2011
Eine alte Haustierrasse: Soay Schafe
Ich habe diese Schafrasse ja schon in anderen Posts angesprochen. Da es aber einiges über diese Art zu berichten gibt, habe ich ihnen noch einen eigenen Post gewidmet.
Das Soayschaf ist in seiner Urtümlichkeit aus den frühen Zeiten des Neolitikum vor etwa 3000 v Chr. erhalten geblieben. Sie haben dabei auf einer kleinen Insel, dem entlegenen St. Kilda Archipel nordwestlich von Schottland, überlebt. Dieses Archipel besteht aus 4 Inseln und einigen größeren felsen, insgesamt 99 ha groß.
Seefahrer, über die Zeit auch die Wikinger, hatten dort Schafe ausgesetzt, um sich auf ihren Reisen unterwegs mit Fleisch versorgen zu können. Das Soayschaf ist die primitivste Hausschafrasse Europas und ähnelt noch stark dem Mufflon. Beide besitzen annähernd gleiche Chromosomen und haben den wildlebenden asiatischen Mufflon als Vorfahren. Von diesem haben sie bis heute einige Eigenschaften behalten, wie z.B. einen Warnpfiff durch die Nase abzugeben, wenn Gefahr droht.
Da es sich bei ihrem Lebensraum um eine Insel handelte, konnten die Tiere nicht abwandern, somit auch nicht mit anderen Schafrassen vermischen, wärend auf dem Festland weiterhin die Zucht und Auslese mit ihren Artgenossen betrieben wurde. Mit der Zeit wurden die Tiere dort vergessen. Niemand kümmerte sich um sie, so haben immer nur die stärksten unter ihnen überlebt. Sie selektierten sich also bis heute über Bedingungen wie Wetter, Verfügbarkeit von Futter in Sommer und Wintermonaten, gesundes Ablammen oder Robustheit aus. Kurz: alles was man in der Wildnis braucht um zu überleben. Ihre Verwandten auf dem Festland wurden dabei eher nach Kriterien wie gute Wollqualität, Fleischansatz oder Fruchtbarkeit gezüchtet. Dabei bleiben manche Dinge wie Genügsamkeit oder eine robuste Gesundheit auf der Strecke. Jeder kennt das von den heutigen Mastschweinen, die so stressempfindlich sind, das sie an Herzversagen eingehen. Die Soays jedoch bestechen aber eben genau durch die von der Natur festgelegten Selektionskriterien. Sie sind unkompliziert und gesund. Dabei legen sie auch ein eher wildschafähnliches Verhalten an den Tag. So werden sie nur einmal im Jahr brünftig, dies geschieht in der Zeit von Ende Oktober bis ca. Anfang Februar. Dabei stellen die Böcke unter sich fest, wer der Stärkere ist und wer sich somit fortpflanzen kann. Auch trennen sich die Böcke, bzw. die Auen mit ihren Lämmern in eigene Gruppen. Das geht allerdings nur in der freien Wildbahn. Im Gehege reicht der Platz dafür nicht aus. Ich habe dabei die Feststellung gemacht, das der Bock durchaus bei der Auengruppe bleiben kann wenn Lämmer geführt werden.
Ich habe aber auch schon von anderen Haltern gehört, das es Böcke gibt, die dann zu viel Unruhe in die Gruppe bringen und Lämmer dabei zu Schaden kommen. Steht dabei zur Frage, wieviel Platz zur Verfügung steht und wie das Verhältnis der Anzahl Bock zu Aue ist, denke ich. Aus meiner Beobachtung habe ich auch bemerkt, das die Böcke zum Zeitpunkt des Ablammens sehr aufgeregt sind, wenn die Lämmer aber dann da sind und ausgiebig beschnuppert wurden, legt sich das wieder. Bei mir gab es da noch nie Probleme in der Gruppe seitens der Böcke/ Bock. Im Gegenteil, ab einem gewissen Alter nerven die Lämmer eher die Böcke. Liegen die Alten und ruhen, springen auf ihren Rücken und bocken sie mit den Köpfen an. Wird es dem Alten zu bunt und steht endlich auf, sind sie natürlich ganz fix verschwunden. Dabei könnte man schon fast ein kichern hören ;) Ich bin jedenfalls schon auf Ende Mai/ Anfang April gespannt, wenn die neue Generation von "Schorse-Bock" und dem " lütten Roten", so heißen meine beiden Böcke (weil ein Kumpel, der Schorse, ihn zu erst entdeckt hat und der Rote so gar nicht wachsen wollte), über die Wiesen flitzen. Das ist immer sehr witzig anzuschauen, besser als jedes Fernsehprogramm!
Meine Tiere sind das ganze Jahr über draußen, sie können dabei selbst wählen, ob sie in den Offenstall oder auf der Fläche bleiben. Eingefangen werden sie nur dann, wenn der Gesundheitscheck ansteht, also wenn sie geimpft, entwurmt und die Klauen überprüft werden. Gerade die Blauzungenkrankheit ist da ein großes Thema geworden. Eingefangen werden steht allerdings gar nicht so auf ihrem Wunschzettel und so gestaltet sich der Vorgang schon als eine kleine Kunst. Denn sobald ich mit einem Helfer die Wiese betrete, wissen sie schon bescheid. Dann zeigen sie, was sie so drauf haben: Jeder von ihnen rennt in eine andere Richtung (deshalb sind sie auch schlecht zu hüten) und Sprünge von ca. 1,20m Höhe sind dabei keine Seltenheit. Deshalb versuche ich es dann doch eher allein, ich besteche sie mit trockenem Brot, das ich ihnen im Fangtrichter gebe. Wenn sie kurz abgelenkt sind, schließe ich einfach das Tor.
Im Anschluss natürlich ein paar Bilder der kleinen Gruppe aus dem letzten Jahr. Die Lämmer auf den Fotos sind mittlerweile stattliche Böcke, die ihre eigene Gruppe führen.





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Michael Klinger
Das Soayschaf ist in seiner Urtümlichkeit aus den frühen Zeiten des Neolitikum vor etwa 3000 v Chr. erhalten geblieben. Sie haben dabei auf einer kleinen Insel, dem entlegenen St. Kilda Archipel nordwestlich von Schottland, überlebt. Dieses Archipel besteht aus 4 Inseln und einigen größeren felsen, insgesamt 99 ha groß.
Seefahrer, über die Zeit auch die Wikinger, hatten dort Schafe ausgesetzt, um sich auf ihren Reisen unterwegs mit Fleisch versorgen zu können. Das Soayschaf ist die primitivste Hausschafrasse Europas und ähnelt noch stark dem Mufflon. Beide besitzen annähernd gleiche Chromosomen und haben den wildlebenden asiatischen Mufflon als Vorfahren. Von diesem haben sie bis heute einige Eigenschaften behalten, wie z.B. einen Warnpfiff durch die Nase abzugeben, wenn Gefahr droht.
Da es sich bei ihrem Lebensraum um eine Insel handelte, konnten die Tiere nicht abwandern, somit auch nicht mit anderen Schafrassen vermischen, wärend auf dem Festland weiterhin die Zucht und Auslese mit ihren Artgenossen betrieben wurde. Mit der Zeit wurden die Tiere dort vergessen. Niemand kümmerte sich um sie, so haben immer nur die stärksten unter ihnen überlebt. Sie selektierten sich also bis heute über Bedingungen wie Wetter, Verfügbarkeit von Futter in Sommer und Wintermonaten, gesundes Ablammen oder Robustheit aus. Kurz: alles was man in der Wildnis braucht um zu überleben. Ihre Verwandten auf dem Festland wurden dabei eher nach Kriterien wie gute Wollqualität, Fleischansatz oder Fruchtbarkeit gezüchtet. Dabei bleiben manche Dinge wie Genügsamkeit oder eine robuste Gesundheit auf der Strecke. Jeder kennt das von den heutigen Mastschweinen, die so stressempfindlich sind, das sie an Herzversagen eingehen. Die Soays jedoch bestechen aber eben genau durch die von der Natur festgelegten Selektionskriterien. Sie sind unkompliziert und gesund. Dabei legen sie auch ein eher wildschafähnliches Verhalten an den Tag. So werden sie nur einmal im Jahr brünftig, dies geschieht in der Zeit von Ende Oktober bis ca. Anfang Februar. Dabei stellen die Böcke unter sich fest, wer der Stärkere ist und wer sich somit fortpflanzen kann. Auch trennen sich die Böcke, bzw. die Auen mit ihren Lämmern in eigene Gruppen. Das geht allerdings nur in der freien Wildbahn. Im Gehege reicht der Platz dafür nicht aus. Ich habe dabei die Feststellung gemacht, das der Bock durchaus bei der Auengruppe bleiben kann wenn Lämmer geführt werden.
Ich habe aber auch schon von anderen Haltern gehört, das es Böcke gibt, die dann zu viel Unruhe in die Gruppe bringen und Lämmer dabei zu Schaden kommen. Steht dabei zur Frage, wieviel Platz zur Verfügung steht und wie das Verhältnis der Anzahl Bock zu Aue ist, denke ich. Aus meiner Beobachtung habe ich auch bemerkt, das die Böcke zum Zeitpunkt des Ablammens sehr aufgeregt sind, wenn die Lämmer aber dann da sind und ausgiebig beschnuppert wurden, legt sich das wieder. Bei mir gab es da noch nie Probleme in der Gruppe seitens der Böcke/ Bock. Im Gegenteil, ab einem gewissen Alter nerven die Lämmer eher die Böcke. Liegen die Alten und ruhen, springen auf ihren Rücken und bocken sie mit den Köpfen an. Wird es dem Alten zu bunt und steht endlich auf, sind sie natürlich ganz fix verschwunden. Dabei könnte man schon fast ein kichern hören ;) Ich bin jedenfalls schon auf Ende Mai/ Anfang April gespannt, wenn die neue Generation von "Schorse-Bock" und dem " lütten Roten", so heißen meine beiden Böcke (weil ein Kumpel, der Schorse, ihn zu erst entdeckt hat und der Rote so gar nicht wachsen wollte), über die Wiesen flitzen. Das ist immer sehr witzig anzuschauen, besser als jedes Fernsehprogramm!
Meine Tiere sind das ganze Jahr über draußen, sie können dabei selbst wählen, ob sie in den Offenstall oder auf der Fläche bleiben. Eingefangen werden sie nur dann, wenn der Gesundheitscheck ansteht, also wenn sie geimpft, entwurmt und die Klauen überprüft werden. Gerade die Blauzungenkrankheit ist da ein großes Thema geworden. Eingefangen werden steht allerdings gar nicht so auf ihrem Wunschzettel und so gestaltet sich der Vorgang schon als eine kleine Kunst. Denn sobald ich mit einem Helfer die Wiese betrete, wissen sie schon bescheid. Dann zeigen sie, was sie so drauf haben: Jeder von ihnen rennt in eine andere Richtung (deshalb sind sie auch schlecht zu hüten) und Sprünge von ca. 1,20m Höhe sind dabei keine Seltenheit. Deshalb versuche ich es dann doch eher allein, ich besteche sie mit trockenem Brot, das ich ihnen im Fangtrichter gebe. Wenn sie kurz abgelenkt sind, schließe ich einfach das Tor.
Im Anschluss natürlich ein paar Bilder der kleinen Gruppe aus dem letzten Jahr. Die Lämmer auf den Fotos sind mittlerweile stattliche Böcke, die ihre eigene Gruppe führen.
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Michael Klinger
Naturschutz im eigener Sache
Seit dem Jahr 2004 habe ich in eigener Sache ein kleines Naturschutzprojekt begonnen, das sich bis heute beständig weiter entwickelt. Da ich habe heute zufällig in alten Bildern `gekramt` und schon einiges an Veränderungen am Projekt festgestellt habe, dachte ich es wäre schon einen kleinen Artikel wert.
Zur Erläuterung sei gesagt, es handelt sich um eine Wiese, die etwas mehr als einen Hektar groß ist. Diese Wiese wird und wurde von mir mit einer Hecke umpflanzt, so wie es früher oft und häufig war. Leider gibt es heute nur sehr wenige Heckenstreifen oder Knicks, in denen nicht nur Wildtiere Schutz finden, sondern die auch erheblich zur Bereicherung des Landschaftsbildes beitragen wie ich finde.
Weiterhin habe ich angefangen eine Streuobstwiese anzupflanzen. Mittlerweile sind es ca. 20 Hochstämme, einige davon sind alte Obstsorten, die heute nur noch selten gepflanzt Verwendung finden. In einiger Entfernung dazu stehen auch Walnuß, Linden oder Feldahorn auf der Fläche. Die Hecke ist jetzt bereits einmal auf der Grenze um den ganzen Hektar Fläche angewachsen und beherbergt eine große Anzahl Tiere. Ich habe schon öfters Igel, Goldammern, Mauswiesel, im Winter Dompfaffe, Blau- Kohl- Tannen- und Haubenmeise, sogar Schwanzmeisen und einige mehr beobachtet. Auch Rebhühner waren schon öfter anzutreffen, jedoch waren es nie mehr als zwei. Auch ein Rehbock hat dort in der Brunft oft Revier bezogen. In den Wintermonaten, wenn Schnee liegt, sieht man wer da noch so alles seine Pfade abläuft, Füchse, Marder und Dachse sind anhand der Spuren zu erkennen.
Als ständige Bewohner kamen vor ca. 2 jahren Soayschafe auf die Wiese. Diese Rasse ist eine sehr alte Haustierrasse, die ihren Ursprung auf der schottischen Insel St. Kilda hat.
Doch auch sonst entwickelt sich das ganze Projekt immer weiter und zeigt natürlich auch eine gewisse Eigendynamik. Stellt man einen gewissen Lebensraum zur Verfügung, stellen sich nach einiger Zeit ganz von selbst ihre Bewohner ein. So habe ich zum Beispiel auf einem mittelgroßen Steinhaufen letzten Herbst 25 braune Eidechsen gezählt, die sich in der Herbstsonne gewärmt haben.
Auch hat sich bereits die Pflanzenwelt in der Wiese etwas geändert, da kein Dünger mehr aufgebracht wird, wechselt der Bewuchs langsam in eine nährstoffarme Wiese, die sehr viel Artenreiche sein wird als die fette Weidegraswiese. Doch da wird noch einige Zeit vergehen. Man darf gespannt sein.
Zur besseren Anschaung habe ich noch ein paar Bilder eingefügt.
Zu den Fotos:
1. Obstbäume im 4. Jahr
2/3. Die Hecke nach vier jahren (gleiche Einstellung wie bei 5.)
4. Obstbäume im ersten Jahr
5. Der Anfang der Heckenpflanzung





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Michael Klinger
Zur Erläuterung sei gesagt, es handelt sich um eine Wiese, die etwas mehr als einen Hektar groß ist. Diese Wiese wird und wurde von mir mit einer Hecke umpflanzt, so wie es früher oft und häufig war. Leider gibt es heute nur sehr wenige Heckenstreifen oder Knicks, in denen nicht nur Wildtiere Schutz finden, sondern die auch erheblich zur Bereicherung des Landschaftsbildes beitragen wie ich finde.
Weiterhin habe ich angefangen eine Streuobstwiese anzupflanzen. Mittlerweile sind es ca. 20 Hochstämme, einige davon sind alte Obstsorten, die heute nur noch selten gepflanzt Verwendung finden. In einiger Entfernung dazu stehen auch Walnuß, Linden oder Feldahorn auf der Fläche. Die Hecke ist jetzt bereits einmal auf der Grenze um den ganzen Hektar Fläche angewachsen und beherbergt eine große Anzahl Tiere. Ich habe schon öfters Igel, Goldammern, Mauswiesel, im Winter Dompfaffe, Blau- Kohl- Tannen- und Haubenmeise, sogar Schwanzmeisen und einige mehr beobachtet. Auch Rebhühner waren schon öfter anzutreffen, jedoch waren es nie mehr als zwei. Auch ein Rehbock hat dort in der Brunft oft Revier bezogen. In den Wintermonaten, wenn Schnee liegt, sieht man wer da noch so alles seine Pfade abläuft, Füchse, Marder und Dachse sind anhand der Spuren zu erkennen.
Als ständige Bewohner kamen vor ca. 2 jahren Soayschafe auf die Wiese. Diese Rasse ist eine sehr alte Haustierrasse, die ihren Ursprung auf der schottischen Insel St. Kilda hat.
Doch auch sonst entwickelt sich das ganze Projekt immer weiter und zeigt natürlich auch eine gewisse Eigendynamik. Stellt man einen gewissen Lebensraum zur Verfügung, stellen sich nach einiger Zeit ganz von selbst ihre Bewohner ein. So habe ich zum Beispiel auf einem mittelgroßen Steinhaufen letzten Herbst 25 braune Eidechsen gezählt, die sich in der Herbstsonne gewärmt haben.
Auch hat sich bereits die Pflanzenwelt in der Wiese etwas geändert, da kein Dünger mehr aufgebracht wird, wechselt der Bewuchs langsam in eine nährstoffarme Wiese, die sehr viel Artenreiche sein wird als die fette Weidegraswiese. Doch da wird noch einige Zeit vergehen. Man darf gespannt sein.
Zur besseren Anschaung habe ich noch ein paar Bilder eingefügt.
Zu den Fotos:
1. Obstbäume im 4. Jahr
2/3. Die Hecke nach vier jahren (gleiche Einstellung wie bei 5.)
4. Obstbäume im ersten Jahr
5. Der Anfang der Heckenpflanzung



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Michael Klinger
Freitag, 11. Februar 2011
Profikurs der Königlichen Gartenakademi in Berlin
Auch in diesem Jahr war ich wieder zu Besuch an einem Seminar der Königlichen Gartenakademi in Berlin/Dahlem. In diesem Jahr wurde fachspezifisch über Pflanzenkombinationen und deren Anwendung in der Planung und Ausführung gesprochen und diskutiert. Als Beispiele dienten hierzu unter anderem einige Gartenschauen der letzten Jahre, aber auch Privatgärten aus Deutschland, sowie auch aus England. Geführt und begleitet wurden diese Themen von den Dozenten Isabelle van Groeningen und Christian Meyer, beide in der Fachwelt für ihr Staudenfachwissen und Planung bekannt und geschätzt. Dabei wurde auch immer der offene Dialog gesucht und da ausschließlich Fachleute anwesend waren, vielen die Beiträge und Diskussionen sehr interessant aus.
Ich habe auch in diésem Jahr die Teilnahme an dem Seminar der KGA nicht bereut, man bekommt immer neue Anregungen und Blickwinkel vermittelt und ich kann nur sagen, das es sich wieder einmal gelohnt hat.
Ich selbst habe dazu ja auch schon im letzten Jahr einen Artikel geschrieben, siehe 2010: Ein Staudenbeet...?, der zum Thema sehr gut passt.



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Michael Klinger
Ich habe auch in diésem Jahr die Teilnahme an dem Seminar der KGA nicht bereut, man bekommt immer neue Anregungen und Blickwinkel vermittelt und ich kann nur sagen, das es sich wieder einmal gelohnt hat.
Ich selbst habe dazu ja auch schon im letzten Jahr einen Artikel geschrieben, siehe 2010: Ein Staudenbeet...?, der zum Thema sehr gut passt.
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Sonntag, 2. Mai 2010
Neues zur Unkrautvernichtung...
Durch gezielte Zucht ist es der Firma Klinger GaLaBau gelungen, eine völlig neue Form der Unkrautvernichtung vor zu stellen: Eine auf Plüsch basierende, optisch einem Schaf ähnliche Lebensform! Bereits die zur Zucht verwendeten Elterntiere (im Bild an der Größe zu erkennen) wiesen eine große Affinität zur Aufnahme von Wild- und Wiesenkräutern wie Löwenzahn, unerwünschtem Buschwerk und ähnlichen, der Menschheit ständig Schaden zu verursachenden Pflanzen auf. Welche Erfolge lassen sich nun erst mit der zweiten Generation dieser Wunderwaffe erzielen? Die Erwartungen sind immens hoch und werden mit Sicherheit übertroffen, es wird vermutet, dass sich schon allein durch ihre Präsenz ortsansässiges "Unkraut" stark verunsichern lässt! Doch sehen Sie selbst, die Bilder sprechen für sich. Doch Vorsicht, für empfindliche Gemüter sind diese Bilder nichts!
;o)


;o)
Tropenholz aus Holzplantagen...?
Ein kurzer Gedanke zum Tropenholz aus Plantagenaufzucht. Zunächst hört sich das sehr vernünftig an und sofort wird der Gedanke der Nachhaltigkeit suggeriert, der den Verbraucher auch gleich das schlechte Gewissen nimmt, dazu bei zu tragen den Regenwald zu minimieren. Hat man das Schild gelesen, ist alles wieder o.k., schließlich kommt das Holz aus einer Plantage, nicht aber aus einem über Jahrhunderte gewachsenem Ökosystem wie dem Regenwald, das hier wird so zu sagen auf einem Feld angebaut, und dann geerntet, daran kann nichts negatives zu finden sein.
Oder?
Macht man sich einen kurzen Moment die Mühe mal die Jahresringe an den entsprechenden Bauteilen, wie z.B. Dielen, Konstruktionshölzer, o.ä. zu zählen, kommt man spielend auf 20, 25 oder auch mehr Ringe. Addiert man nun noch die bei der Fertigung weggefallenden Teile (ein Stamm ist ja rund und um eckige Profile zu schneiden fallen die Seiten zu einem großen Teil weg), stellt man fest, das dieses Holz ein Mindestalter von ca. 30 Jahren haben müsste. Vor dreißig Jahren jedoch waren Öko-Plantagen zum Anbau von Tropenholz jedoch überhaupt nicht im Gespräch.
Ein Stück, bzw. eine Fläche alten Regenwaldes kann eben einfach zu einer Plantage ernannt werden, in dem einfach nach dem "Nachhaltigen" fällen der Bäume ein paar Stecklinge in den Boden gesteckt werden, die aber nicht wirklich gedeihen können, weil das Mikroklima des Regenwaldes durch das Wegnehmen der großen Bäume geändert wurde. Die Folge ist Erosion der sehr dünnen fruchtbaren oberen Bodenschicht durch Austrocknen und Ausschwämmung und eben die weithin bekannten Probleme die dadurch auftreten.
Ist irgendwie doch nicht immer alles Öko, auch wenns draufsteht.
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Michael Klinger
Oder?
Macht man sich einen kurzen Moment die Mühe mal die Jahresringe an den entsprechenden Bauteilen, wie z.B. Dielen, Konstruktionshölzer, o.ä. zu zählen, kommt man spielend auf 20, 25 oder auch mehr Ringe. Addiert man nun noch die bei der Fertigung weggefallenden Teile (ein Stamm ist ja rund und um eckige Profile zu schneiden fallen die Seiten zu einem großen Teil weg), stellt man fest, das dieses Holz ein Mindestalter von ca. 30 Jahren haben müsste. Vor dreißig Jahren jedoch waren Öko-Plantagen zum Anbau von Tropenholz jedoch überhaupt nicht im Gespräch.
Ein Stück, bzw. eine Fläche alten Regenwaldes kann eben einfach zu einer Plantage ernannt werden, in dem einfach nach dem "Nachhaltigen" fällen der Bäume ein paar Stecklinge in den Boden gesteckt werden, die aber nicht wirklich gedeihen können, weil das Mikroklima des Regenwaldes durch das Wegnehmen der großen Bäume geändert wurde. Die Folge ist Erosion der sehr dünnen fruchtbaren oberen Bodenschicht durch Austrocknen und Ausschwämmung und eben die weithin bekannten Probleme die dadurch auftreten.
Ist irgendwie doch nicht immer alles Öko, auch wenns draufsteht.
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Donnerstag, 4. März 2010
Seminar an der Königlichen Gartenakademi in Berlin
Das Seminar für Galabau-Profis, das an der Königlichen Gartenakademie in Berlin-Dahlem Ende Februar abgehalten wurde, war für alle Teilnehmer ein voller Erfolg. Den Anstoß zur Teilnahme hierzu gab die befreundete Firma Mecke GaLaBau, die im Raum Göttingen ansässig ist. Da Michael Klinger und Sascha Mecke vor einigen Jahren zusammen Studiert haben, war es in diesem Sinne auch schön, über die "gute alte Studienzeit" zu schnacken und ein paar Ideen und Erlebnisse auszutauschen.
Die Themen des Seminars hingegen waren sehr Praxis bezogen und wurden von den Dozenten, vor allem von Frau Gabriella Pape, sehr kompetent vorgetragen. Dabei fehlte aber auch nie eine gewisse Leichtigkeit und nach Rücksprache mit einigen Teilnehmern kann man sagen das es keine Minute langweilig oder ermüdend war.
Ob es sich dabei um Gartentrends der neuen Saison, neue Arten und Sorten einiger Beet- und Staudenpflanzen oder das Umsetzen einer besseren Planung handelte, alles wurde umfangreich und gewissenhaft, dabei aber kurz und knackig vorgestellt und bearbeitet. Die Akademie in Berlin-Dahlem ist dabei ein schon Geschichteträchtiger Ort, zum Anfang des 1900 Jahrhunderts wurde hier im Geiste Karl Försters eine schon damals sehr Qualitätbezogene Gartenbauschule errichtet. Aufgrund der Kriegsjahre ist zur heutigen Zeit jedoch nicht mehr alles erhalten, einiges an Fläche wurde verkauft und neu bebaut. Gabrielle Pape hat hiervon große Flächen erworben und die darauf bestehenden Gebäude und Gewächshäuser saniert. Dabei ist Frau Pape mit einem Wiederaufbau dieser Akademi bemüht, um damit auch der Gartenkultur und Tradition in Deutschland wieder einen hohen Stellenwert zu geben, den es in Deutschland einmal gab.



www.michael-klinger-at-work.de
Michael Klinger
Die Themen des Seminars hingegen waren sehr Praxis bezogen und wurden von den Dozenten, vor allem von Frau Gabriella Pape, sehr kompetent vorgetragen. Dabei fehlte aber auch nie eine gewisse Leichtigkeit und nach Rücksprache mit einigen Teilnehmern kann man sagen das es keine Minute langweilig oder ermüdend war.
Ob es sich dabei um Gartentrends der neuen Saison, neue Arten und Sorten einiger Beet- und Staudenpflanzen oder das Umsetzen einer besseren Planung handelte, alles wurde umfangreich und gewissenhaft, dabei aber kurz und knackig vorgestellt und bearbeitet. Die Akademie in Berlin-Dahlem ist dabei ein schon Geschichteträchtiger Ort, zum Anfang des 1900 Jahrhunderts wurde hier im Geiste Karl Försters eine schon damals sehr Qualitätbezogene Gartenbauschule errichtet. Aufgrund der Kriegsjahre ist zur heutigen Zeit jedoch nicht mehr alles erhalten, einiges an Fläche wurde verkauft und neu bebaut. Gabrielle Pape hat hiervon große Flächen erworben und die darauf bestehenden Gebäude und Gewächshäuser saniert. Dabei ist Frau Pape mit einem Wiederaufbau dieser Akademi bemüht, um damit auch der Gartenkultur und Tradition in Deutschland wieder einen hohen Stellenwert zu geben, den es in Deutschland einmal gab.
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Michael Klinger
Dienstag, 16. Februar 2010
Kurzportrait: Der Lerchensporn
Einer der ersten Frühjahrsblüher ist der Lerchensporn, lateinisch Corydalis. Die Sorte `solida`ist bei uns heimisch und zeigt seine violettrosa bis weißen Blütentrauben bereits ab März bis April. An Wildstandorten wächst er meist in Wäldern oder ähnlichen, ungenutzten Flächen. Dort stellt er sich meist in großer, flächiger Ausbreitung ein. Kurz nach ihrer Blütezeit zieht sich diese Sorte zurück, sie nutzt dabei die kurze Zeit der besseren Lichtverhältnisse vor dem Laubaustrieb der Bäume und Sträucher, um ihre Vegetationsperiode abzuschließen. Die Sorte `cava``und `cava f. alba` sind ebenfalls in diesen Zeitraum anzusetzen. Weitere Sorten mit späteren Blütezeiten sind: Corydalis cheilanthifolia, April bis Juli, Blüte blau; Corydalis lutea, Mai bis September, Blüte gelb und Corydalis ochroleuca, Mai bis September, Blüte cremeweiß.
Durch Kombinationen dieser verschiedenen Blütezeiten und Farben lassen sich gute Effekte erzielen. Zu dieser kleinen Staude muss jedoch ihr großer Ausbreitungsdrang erwähnt werden. Zumindest die heimische Sorte kann sich oft einer Kontrolle entziehen. Ich für meinen Teil habe jedoch nichts dagegen, da sich die Größe dieser Arten auf maximal 15 bis 25cm beläuft und sich somit andere Beetstauden sehr gut durchsetzen können. Außerdem ziehen sich die frühen Sorten ja im späteren Frühjahr wieder zurück, wie eingangs bereits erwähnt. Als Standort sollte man einen halbschattig bis schattigen Standort wählen, der nicht zu trocken ausfällt.

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Michael Klinger
Durch Kombinationen dieser verschiedenen Blütezeiten und Farben lassen sich gute Effekte erzielen. Zu dieser kleinen Staude muss jedoch ihr großer Ausbreitungsdrang erwähnt werden. Zumindest die heimische Sorte kann sich oft einer Kontrolle entziehen. Ich für meinen Teil habe jedoch nichts dagegen, da sich die Größe dieser Arten auf maximal 15 bis 25cm beläuft und sich somit andere Beetstauden sehr gut durchsetzen können. Außerdem ziehen sich die frühen Sorten ja im späteren Frühjahr wieder zurück, wie eingangs bereits erwähnt. Als Standort sollte man einen halbschattig bis schattigen Standort wählen, der nicht zu trocken ausfällt.
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Das Alpenveilchen - ein Frühjahrsblüher im Garten!
Neben den schon eher allgemein bekannten "Gesichtern" im zeitigen Frühjahr, wie dem Schneeglöckchen, dem Krokus oder den Narzissen, gibt es noch einige mehr an interessanten Frühjahrsblühern zu entdecken.
Zum Beispiel das Alpenveilchen, für viele bekannt als Topfpflanze auf der Fensterbank, kann auch im heimischen Garten angetroffen werden. Die Sorte Cyclamen coum ist im Februar bis März eine der ersten, die den Winter mit ihren rosa- bis lila farbenen Blüten verabschiedet. Und sollte es ihr einmal nicht sofort gelingen, so verträgt sie schadlos Temperaturen bis zu minus 10°C. Als Standort sollte man einenhalbschattigen Bereich unter Gehölzen oder am Gehölzrand wählen. Ihr Größenwachstum hält sich im Gegensatz zu ihren Verwandten vom fensterbrett eher in Grenzen, im Mittel wird sie lediglich 10cm hoch. Als Farbvariante ist auch die Sorte Cyclamen coum `album` im Handel zu bekommen. Wer diese Pflanze einmal in natura zu Gesicht bekommen möchte, sollte dem Arboretum Ellerhoop Thiensen einen Besuch abstatten. Dort sind sehr schöne Anpflanzungen dieser und natürlich auch vieler anderer Arten zu bewundern.
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Michael Klinger
Freitag, 29. Januar 2010
Donnerstag, 21. Januar 2010
Ein Staudenbeet?
Ein Staudenbeet bringt viel Farbe, Leben und Vielfältigkeit in den Garten. Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich die Pflanzen entwickeln und von Jahr zu Jahr prächtiger werden. Auch die "Nutzung" durch viele Tiere, vor allem Insekten, wie Schmetterlinge, Hummeln und Bienen bringt Abwechslung und Freude. Wenn man sich einen Moment Zeit nimmt und sich die bunte Pflanzung betrachtet, stellt man oft erstaunt fest, wie geschäftig dieser kleine "Kosmos" doch ist. Selbst in den angehenden Abendstunden, wenn es schon etwas kühler wird, sind die Hummeln noch unterwegs. Nach meiner Beobachtung sind sie sogar noch geschäftiger als die berühmte fleißige Biene. Hummeln fliegen sogar noch bei Temperaturen, bei denen Bienen lieber "Schlechtwetter" machen und zu Hause in ihrem Staat bleiben.
Wenn ich ein Beet mit einer Pflanzung anlege, bin ich immer wieder erstaunt, wie schnell Blütenpflanzen von den Nektar- oder Pollensammelnden Fliegern entdeckt und angenommen werden. Dies passiert ja auch nicht ohne Grund, sind sie doch bestrebt ihren Staat oder ihre Art zu erhalten.
Leider ist es in der heutigen Zeit eher der Trend, Gärten eher einfach und schlicht zu halten, d.h. sie sollen keinen Aufwand in der Pflege darstellen. Besser eine Rasenfläche mähen, als Unkraut in einem Beet ziehen, das geht auch viel schneller.
Stimmt das denn wirklich?
Wir haben das einmal ausprobiert. Wenn man eine in sich stimmige Bepflanzung wählt, die an den Boden, die Lichtverhältnisse und die Pflanzenvergesellschaftungen angepasst ist, hat man nicht mehr zeitlichen Aufwand als beim Rasenmähen. Sicherlich funktioniert das nicht im Vergleich zu großen Rasenflächen, die gut mit einem Aufsitzmäher bearbeitet werden können, aber beim kleineren "Standard - Vorgarten" ist es eine wirkliche Alternative, die zu dem den Ort und Gebäude anders wirken lassen. Für ein Staudenbeet passt der Spruch `Kleiner Eingriff, große Wirkung` immer perfekt: Zum Einen man kann sich dadurch oft das Rasenmähen oder gleich den Rasenmäher sparen, zum Anderen wird eine neue Wirkung und Präsentation des Garten erzielt, weiterhin wird zusätzlich die Umwelt ein wenig (wenn auch nur im Kleinen)unterstützt und - was heute auch wichtig ist - das Leben wird ein kleines Stück bunter und interessanter, man muss sich nur ein wenig darauf einlassen.
www.michael-klinger-at-work.de
Dienstag, 12. Januar 2010
...Winterzeit...
Als Gartenbesitzer kennt man das ja schon. Gerade noch so zum Herbstende hat man es noch geschafft, die letzten Arbeiten im Garten fertig zu stellen und die letzten Punkte auf der Liste zu erledigen, bevor der Winter mit seinen eisigen Launen einfällt.
Doch das ist dem Gartenfreund auch einmal ganz recht, so hat man Zeit, sich einmal etwas mehr zu entspannen und das Gartenjahr einmal revue passieren zu lassen. Vielleicht auch nebenbei einige Früchte der Arbeit zu genießen, zum Beispiel einen leckeren Bratapfel aus eigenen eingelagerten Äpfeln zu machen und sich dabei vor dem Ofen aufwärmen.
Doch irgendwie, nach doch relativ kurzer Zeit, kommt da so ein kribbeln in die Hände, ausruhen ist ja nicht schlecht, aber nur so ein bisschen was im Garten machen, wäre jetzt eigentlich auch nicht schlecht. Wenigstens einmal durch den Garten schlendern und sich an den Farben und Formen der Blüten und dem satten Grün erfreuen. Frühling, das wäre doch jetzt schön.
Und dann, so in Gedanken, entstehen ganz nebenbei neue Ideen für den Garten, für die man jetzt ausgiebig Zeit hat, sie zu durchdenken und auszuformen.
Eigentlich doch nicht so schlecht, der Winter. Man hat mal wieder etwas mehr Zeit für Gedanken.
Doch das ist dem Gartenfreund auch einmal ganz recht, so hat man Zeit, sich einmal etwas mehr zu entspannen und das Gartenjahr einmal revue passieren zu lassen. Vielleicht auch nebenbei einige Früchte der Arbeit zu genießen, zum Beispiel einen leckeren Bratapfel aus eigenen eingelagerten Äpfeln zu machen und sich dabei vor dem Ofen aufwärmen.
Doch irgendwie, nach doch relativ kurzer Zeit, kommt da so ein kribbeln in die Hände, ausruhen ist ja nicht schlecht, aber nur so ein bisschen was im Garten machen, wäre jetzt eigentlich auch nicht schlecht. Wenigstens einmal durch den Garten schlendern und sich an den Farben und Formen der Blüten und dem satten Grün erfreuen. Frühling, das wäre doch jetzt schön.
Und dann, so in Gedanken, entstehen ganz nebenbei neue Ideen für den Garten, für die man jetzt ausgiebig Zeit hat, sie zu durchdenken und auszuformen.
Eigentlich doch nicht so schlecht, der Winter. Man hat mal wieder etwas mehr Zeit für Gedanken.
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